Jeder Schuh zu seiner Zeit

Orangefarbene Chucks. Mit Blümchen. Gefallen haben sie mir. Sonst hätte ich sie nicht gekauft. Ich konnte es sogar kaum erwarten, bis das Ebay-Päckchen endlich angekommen war. Als es dann ans Anziehen ging, spürte ich jedoch Zurückhaltung. Jedes Mal zog ich die Schuhe, kurz bevor ich damit das Haus verlassen wollte, wieder aus und tauschte sie gegen andere. Bis ich sie eines Tages tatsächlich auf einer Gartenparty trug – kombiniert mit einer ausgewaschenen Jeans und einem schnörkellosen grauen T-Shirt.

Den ganzen Nachmittag fühlte ich mich unwohl. Und allmählich dämmerte es mir, woran das lag. Ich war zu alt für geblümte orange Turnschuhe. Zu einer 14-Jährigen würden sie passen, aber nicht zu einer über 40-Jährigen. Ich fühlte mich wie eine Mutter, die sich am Schrank ihrer minderjährigen Tochter vergriffen hatte. Eine dieser Frauen, die nicht alt werden wollen und Krähenfüße mit Jungmädchenmode kaschieren. Irgendwie überstand ich den Nachmittag. Nach ein paar Gläsern Sekt dachte ich nicht mehr an meine Füße. Es war das erste und letzte Mal, dass ich die Schuhe getragen habe. Nach der Party landeten sie in einer Kiste und kürzlich wieder bei Ebay.

Sommersprosse hat mir gerade eine Bewertung geschickt: „Alles super, tolles Schnäppchen. Ich bin total happy. Danke!“ Ist das nicht schön? Die Freude ist ganz meinerseits. Ich bin erleichtert, die Dinger los zu sein. Mit 30 Euro hatte ich gar nicht gerechnet. Dafür bekomme ich 30 ml meiner Lieblings-Luxus-Falten-Creme. Wenn das nicht der perfekte Tausch ist!

Keinesfalls möchte ich eines Tages enden wie Madonna, die in einem ewigen Jugendwahn alle Grenzen sprengt und womöglich als Karikatur ihrerselbst zu Grabe getragen wird.  Eher halte ich es mit Sophie Rois. Sie sagt  in einem (sehr guten) Interview im Missy Magazine – angesprochen darauf, dass sie sich häufig schon kritisch über Mode und Alter geäußert hat – folgendes: „Ich beschwere mich über gar nichts. Das ist langweilig und lächerlich. Ich versuche nur, die Fakten festzuhalten und ich sehe da einen Befehl der lautet: Zieh Teenagerklamotten an, bis du in die Grube steigst. Das gefällt mir nicht.“

Danke, Frau Rois! Die von mir sehr verehrte Schauspielerin feiert am 1. Juni übrigens ihren 50. Geburtstag. Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, ihr orange Turnschuhe mit Blümchen zu schenken.

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22 Kommentare

Eingeordnet unter Älterwerden, Gesellschaft, Helden

22 Antworten zu “Jeder Schuh zu seiner Zeit

  1. Tjahaaa, manche Sachen sind doch wirklich altersgebunden.
    Und wenn das eigene Körperbewusstsein sich dagegen stemmt, dann soll es wohl so sein.
    Andere haben damit gar kein Problem. Aber das ist dann wiederum ein Problem für die Zuschauer, wenn sie direkt an der Nabelschau beteiligt werden. So hat jeder sein Jugend-Päckchen zu tragen, das ist wohl nicht geschlechtsspezifisch, denn wie oft sieht man sowohl Männer als auch Frauen in fortgeschrittenem Alter, die sich nicht scheuen, eine Jugendlichkeit, sei es durch Kleidung, Frisur, Schmuck, Symbole, an den Tag zu legen, die grotesk auf den Betrachter wirkt.
    Ich bin davor auch nicht gefeit. Es wäre schön, wenn ich es ablegen könnte.

  2. andrea

    ich bin fast 41, kein mädchen,
    finde diese chucks ganz toll und ich hätte sie auch getragen.
    :-)))

  3. Pingback: Weg mit dem Mädchenkram (via papierschiffchen) | Krea-dives aus der Suppenküche

  4. NixZen

    tragen was gefällt, alles andere ist gekappte Freiheit, gesellschaftlicher, selbstaufgelegter Zwang. Wer will schon gerne ab 50 beige Westen und graue Schuhe tragen.
    nixZen= lebenslanger Junge

  5. Pingback: Stillos? | Krea-dives aus der Suppenküche

  6. Claudia lost in France

    Es soll jeder tragen , was ihm gefällt, in was er sich wohlfühlt. Ganz frei von äusseren Zwängen, egal was andere denken. Wer mit dem Älterwerden nur schwer klarkommt und sich jugendlich kleiden will, kann es gerne tun, Es stört mich in keinster Weise. Auch Madonna schockiert mich nicht, es zeigt einem doch nur auf, wie menschlich sie trotz ihrer Popularität ist, indem sie auf ihre Weise gegen ihre Ängste vor der Vergänglichkeit „ankämpft“ , sei es durch ihre Art sich zu kleiden, oder durch das Unterspritzen von Falten etc…Wenn sie sich dadurch besser fühlt, gönne ich es ihr. Ich muss dazu sagen, dass ich kein spezieller Madonna-Fan bin..ich sehe das ganz neutral..oder so neutral wie möglich. Die Vielfältigkeit macht doch im Grunde die Menschen erst interessant…ob im Aussehen, der Art sich zu kleiden, der Denkweise oder was auch immer. So wie auch Falten in einem Gesicht – natürlich nur, wenn es nicht das eigene ist ;) Hauptsache man ist authentisch.

  7. NomenNonEstOmen

    Also ganz ehrlich… ich hätte die Chucks auch nicht getragen !
    Liegt aber wohl daran, dass für mich „Turnschuhe“ an Sportlerfüße gehören. Auch wenn ich mich mit dieser Meinung erheblich von meinen Altergenossen abgrenze, stehe ich dazu. Genauso wie ich dazu stehe, dass sich doch jeder kleiden soll, wie er will. Schmerzen meine Augen, muss ich halt wegschauen oder aber es als Quelle eines unterhaltsamen Lästerspiels wählen. Hat doch auch was für sich …
    Um es kurz zu machen: Freiheit für die sich jugendlich kleidenden 40-Jährigen und diejenigen, die ihre Freundinnen auch ab und an mal „Mädel“ nennen … sagt eine nicht-turnschuhtragende, nicht-jeanstragende, nicht-bauchfreitragende 47-Jährige

  8. Noch einmal möchte ich Sophie Rois zitieren: …“ich sehe da einen Befehl der lautet: Zieh Teenagerklamotten an, bis du in die Grube steigst.“ Ein BEFEHL! Ein gesellschaftlicher Zwang. Genauso sehe ich es auch. Ich empfinde Teenager-Klamotten für die 40/50/60plus-Generation als gesellschaftliches Diktat, das durch den allgemeinen Jugendwahn geprägt wurde.

    Der „Befehl“ lautet heute eben nicht (mehr), dass man ab einem gewissen Alter nur noch „beige Strickjacken“ anziehen soll, sondern dass man die Trends der Jugend mit durchhechelt. Das eine wird wie das andere auch vom Zeitgeist auferlegt. Allerdings wird die heute gültige Parole auch noch als die große modische – und übertriebenerweise sogar: persönliche Freiheit – propagiert.

    Dass das „Recht auf jugendliche Kleidung“ so vehement verteidigt wird, zeigt im besten Sinne, wie verinnerlicht dieser „Befehl“ inzwischen wurde. Da wird für das Tragen einer bestimmten Turnschuhmarke plädiert, gerade so, als wäre es etwas Existentielles. Im Grunde geht es doch nur um Konsum. Ewigjugendliche sind ideale Konsumenten!

  9. Pötry

    Mein Senf: Den Blog fand ich persönlich, amüsant, nachvollziehbar, gut. Die anschließende Diskussion… ist halt passiert. Wie sagte Oma so schön… „Die Geschmäcker der Gestecker…“ usw. Dass es diese „Ewigjugendlichen“ gibt, ist nicht zu bestreiten. Auch nicht, dass Konsum, Trend und Jugendwahn wahrscheinlich für einen Großteil derer verantwortlich zeichnen. Allerdings sehen die für mich anders als aus als der eventuelle Chucksträger Ü40. Und Turnschuhmarken gibt es ja diverse… Ein „Mensch fortgeschrittenen Alters“ in, sagen wir, knallbunten Laufschuhen à la [Marke einfügen] wirkt auf mich ebenfalls eher befremdlich. Wenn einen dann noch das übrige Outfit anschreit… – Ich selbst bin auch eine von denen mit den „Basketballstiefeln“. Hab sogar ein ganzes Regal voll. Irgendeine Jugend versuche ich mir damit nicht zu erhalten. Glaube ich. Oder es ist mein Unterbewusstsein, dass einfach nicht von den 80ern loslassen kann. ;o) Mit den orangefarbenen Geblümten wäre es mir wohl ähnlich ergangen wie Dir. Gekauft hätte ich sie sowieso. Getragen – wie z.B. meine Exemplare in Pink oder Buntkariert – vielleicht auch nur ein Mal. Im Grunde beneide ich Dich um die Erkenntnis. Mir fällt es noch viel zu schwer, mich von denen zu trennen, die ich doch nie trage. So nenne ich mich halt weiter „Sammlerin“… :o)

  10. NixZen

    Lustige Kommentare! Was hat Mode mit „ewig jung“ zu tun? Ich steh da auf´m Schlauch.
    Chucks sind doch nicht „Jugend“, die Dinger gibt es seit über 40 Jahren, wenn nicht noch länger. Aber anscheinend sind sie der jeweils gegewärtigen Jugend vorbehalten. Wer definiert denn, was jugendliche Mode ist oder nicht? Eine Kommision, die Regierung, eine Klamottenbehörde? Nö! Wir dürfen selbst ran. Jemanden zu unterstellen, er lebe seinen Jugenwahn aus, weil er Chucks trägt oder ein Baumwolltüchlein um den Hals, so ist es ja von mir aus OK. Aber persönlich ( über die Schulter streif) ist es mir so etwas von egal wer welche Sachen trägt. Hat wohl mit unserer Warnehmung und unseren ewigen Berwertungen und Vorurteilen ( Schulblade auf und zu ) zu tun.
    Früher als, ich noch Jünger war haben wir solche „Klasseneinteilmenschen“ Spießer genannt. Heute würde ich so etwas nicht mehr denken/sagen, sondern mit den Achseln zucken und lächeln:
    In diesem Sinn: Achsel gezuckt und gelächelt:-)

  11. andrea

    ..ich finde auch das mit der kategorisierung geht definitiv zu weit.. ich wehre mich hiermit vehement gegen das ( vor-) urteil, das man anhand eines kleidungsstiles einer person auf deren vermeintlichen jugendwahn schließen kann. das ist meiner meinung nach ziemlich engstirnig, und mir persönlich gruselt es, wenn ich demnächste auch nur noch im z.b. einheitsbeige ( da verschmelzt man so schön mit der umgebung..:-)) oder meinetwegen auch in strennesse-klamotten herumlaufen dürfte um diesem vorurteil entgegen zu wirken. ich mag jugendliche kleidung und ich mag auch klassische kleidung in gedeckten farben ( ich mag auch strennesse!), ich ziehe mich einem anlaß entsprechend an oder eben das worauf ich lust habe. ich bin eine erwachsene frau und kann von mir behaupten, mein leben mitsamt kindern und beruf im griff zu haben und ich finde mein alter toll, mag meine krähenfüße und komme auch mit den anderen facetten des älterwerdens wunderbar klar.
    unter jugendwahn würde ich verstehen, wenn menschen sich mehrfach mehr oder minder gefährlichen operationen unterziehen um das älterwerden zu vertuschen, was meistens ja auch nicht wirklich gelingt, wenn menschen schon besessen davon sind, bloß nicht alt zu werden. das käme für mich persönlich niemals in frage, aber es stört mich auch nicht sonderlich wenn andere meinen dies tun zu müssen, in diesem sinne schließe ich mich NIXZEN an .. wave and smile!!!

  12. andrea

    ..ach so.. und was den konsum angeht: ich nähe mir einen teil meiner kleidung sogar selbst, bzw ändere alte dinge in neue, kaufe einiges 2.hand.. an mir verdient keiner so wirklich viel!

  13. Hm….
    Darf ich dann, wenn ich dann mal alt und gebrechlich bin, keinen Jugendschuh mehr anziehen? Obwohl die ja so schrecklich bequem sind?
    Folgendes ist tatsächlich passiert, anno 2003 in Wiesbaden in dem kleinen Eckladen, der Skaterklamotten führt:
    Ich wollte mir gerade ein paar neue Turnschuhe der Marke „gola“ kaufen, weiß mit roten Streifen.
    Dann kam eine sehr alte Dame, fast schon ein Ömchen in den Laden und blickte sich suchend um. Da ich nahe am Eingang mit meinem Schuhwerk zugange war, blickt sie mich freundlich an und ich lächelte zurück. Ihr Blick blieb an dem Schuh haften; das seien schöne Schuhe. Sie suche dringend bequeme Laufschuhe, aber in den Schuhgeschäften fände sie keine. Daraufhin lachte ich und bat sie Platz zu nehmen, sie könne die, die ich gerade anhabe, anprobieren. Die seien sehr bequem. Gesagt, getan. Die kleine Dame setzte sich hin und ich schnürte ihr diese gola-Schuhe um den Fuß. Sie lief damit herum und befand ihn für so gut und bequem, dass sie ihn kaufte. Toll.
    Das war nun wirklich kein Festhalten der Dame an ihrer längst vergangenen Jugendlichkeit, sondern eine Sache der Bequemlichkeit.
    Ich denke, wenn man die Sachen mit einer gewissen Lässigkeit und nicht Gezwungenheit trägt (siehe mein Beitrag weiter oben), dann passt es. Ich denke, dass der ganze Habitus eine Rolle spielt. Wenn man nicht authentisch ist, merkt es das Gegenüber und dann wird man zu einer grotesken Nachbildung, eines Nachäffens der Jugendlichkeit, die man schon längst hinter sich gelassen hat.
    Auch denke ich, dass ich nie niemals nicht in einer Karstadtjacke (dies ist ein Synonym) und gabor-Schuhen rumlaufen werde. Weil ich es nicht bin.
    Und wenn gerade die Jugend innerhalb der Bekleidungsindustrie hochgehalten wird und alle laufen dem nach, dann kann nur der Einzelne sich dagegen stemmen – für sich.
    ———————————————————————————————–
    Wer Fehler findet, darf sie behalten

  14. Jardinera

    Wie gut, dass ich noch jung bin (bin ich doch – oder?) und all meine kunterbunten Schuhe aus dem einzigen Grund tragen kann, dass ich sie wunderbar finde, ohne damit irgend etwas anderes aussagen zu müssen außer eben dies.
    Und ich freue mich auf meinen 70. Geburtstag, an dem ich die Zeit der buntgeblümten und herrlich altersgemäßen Kittelschürzen einzuleiten gedenke.
    ;-)

  15. Orangene Chucks mit Blümchen, das hätt ich persönlich selbst an ner 14 Jährigen überzogen gefunden, aber das ist Geschmackssache. Als ich in dem Alter war (so 14-17) waren bei den jungen Damen gerade Teddybärenrucksäcke schwer angesagt.
    Und zum Aufhänger; ja nun sicher man sollte und darf in Würde altern, das muss ja nicht heißen das die Frau ab 40 anfängt über kurze „Blumenkohlfrisuren“ und beige Oberwesten mit bügelfreien Hemden nachtzudenken. Nicht wenige gewinnen mit zunehmendem Alter durchaus auch erheblich an Atraktivität es scheint eine Frage der Gesellschaft wie diese Atraktivität gewertet wird. Der „Jugendwahn setzt in vielen Fällen das falsche Signal weil er den älteren ihre Würde raubt und in ein Konsumabhängiges Klischee treibt, dem niemand entsprechen kann. Den Jüngeren wiederum raubt er den Freiraum der Selbstdefinition, erleben sie doch das jedes Maß der Rebelion von den Älteren stets nachgeamt und bejaht wird, Jugend braucht einen Raum der „frei“ von älteren Generationen ist, ganz bewust.

  16. Richard, du bringst es auf den Punkt!

  17. NixZen

    Uff, ich stehe auf dem Schlauch! Als Mensch der im Mareting arbeitet, mit und für Jugendliche, frage ich mich die ganze Zeit: „Was ist Jugendwahn“ . Von welchem Klischees wird da geschrieben. Klischees gehen in unseren Köpfen ab, in jedem einzelnen Kopf. Ich trage mein Hemd aus der Hose und das seit Jahrzehneten, unterliege ich so dem „Jugendwahn“. Die Jugendlichen mit denen ich Dinge verkaufen muss wollen Erwachsen sein, unterliegen sie dem Erwachsenenwahn? Wenn wir unsere Kopfklischees mal beiseite legen gibt es keine mehr und somit auch keine “ Wahnvorstellungen“.
    Wenn also die Blümchen Chucks nicht mehr gebraucht werden, her damit. Ich lass zwei Handpuppen draus basteln, Chuck & Norris.
    „Zitat:Den Jüngeren wiederum raubt er den Freiraum der Selbstdefinition, erleben sie doch das jedes Maß der Rebelion von den Älteren stets nachgeamt und bejaht wird, Jugend braucht einen Raum der „frei“ von älteren Generationen ist, ganz bewust.“
    Was ist die Jugend? Es gibt so viele Unterschiede, allein regional. Da würde ich mich auf pauschale Urteile nicht einlassen wollen. Raum zum abgrenzen findet man immer, so entseht Subkultur, jeden Tag zu jeder Stunde.
    Und mal ganz pauschal, ich mag einfach keine Wellensteyn oder Wolfskinjacke tragen.-)
    Ich bleibe dabei, tragt was euch Spass macht, ob es nun pädagogisch sinnvoll ist oder nicht:-))

  18. andrea

    .. ich muss dir uneingeschränkt zustimmen..!!!

  19. Interessanter Gedanke von Herrn Sturm.
    Ich mag Mode. Und ich interessiere mich auch für Modeinteressierte. Ich bin da in einigen Foren unterwegs, schaue hier in Blogs und dort in die einzelnen Gemeinschaften.
    Und vor einiger Zeit, mindestens ein halbes Jahr her, kam zeitgleich in allen Foren eine Frage auf, die die Kommentatorinnen umtrieb: Warum kleiden sich gerade junge Mädchen gerne altbacken. Also Cardigan, Chinos, Ballerinas? Rüschchenbluse, Trenchcoat, längere Röcke? Perlen, silberne Uhren, Goldschmuck? Tjaha…man muckelte, man spekulierte und kam schließlich zu dem Schluss, dass es sich um eine bewusste Abgrenzung zur Erwachsenen-Mode handelte. Dass die Jugendlichen eben nicht mehr jugendlich sein wollten, sondern eben für älter gehalten werden mochten. So wählten gerade die jungen Mädchen ein Outfit, dass bestenfalls als „omma-mäßig“ durchgehen kann.
    Wenn ich mich so umblicke, dann sehe ich eine schöne Vielfalt von allem: Junge Frauen, die sich sehr ernst kleiden, dann wiederum ältere Damen, die in Jeans herumlaufen. Herren, denen ihr kleiner Bauch im engen Shirt nichts ausmacht, Jungen, die sooooo einen langen Bart haben. Alles ist möglich, so lange man sich in der Klamotte wohfühlt.
    Vielleicht waren dann die orangenen Chucks einfach nicht die Deinen? Vielleicht solltest Du es mit schlicht weißen und einer Boyfriend-Jeans probieren?
    Ich weiß es nicht, aber unabhängig vom Alter, möchte ich gerne noch so rumlaufen, und zwar in solchen Klamotten, in denen ich mich wohlfühle. Und das ist ja auch das Schöne an der jetzigen Mode: Man kann sich einem Mode-Diktat unterwerfen, man muss es aber nicht!
    Ist doch prima!
    —————————————————————————————–
    Wer Fehler findet, darf sie behalten

  20. PS: Dennoch bin ich sehr für bauchfrei nur für Menschen ohne Bäuche. Und auch low-Cut-Jeans nur für junge Menschen.

  21. Gerade entdeckte ich bei Süddeutsche Online dies: Die Fotografin Nina Röder versammelt drei Generationen in einem Kleid. Ich lege das mal hier ab, als Memo, weil es irgendwie passt, für den Fall, dass es jemanden interessiert und damit man darauf evtl. nochmal zurückgreifen kann: http://szmstat.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35703/oma-mutter-und-ich

  22. Grapponia

    Ich würd ja gern in Würde altern. Aber leider weiß ich nicht, wo das liegt. Trotzdem bleiben die wildesten T-Shirts mittlerweile im Schrank. Einstweilen.

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