Ich war noch niemals in New York (1)

Allein nach New York. Geplant war das so nicht. Zwei Tickets waren an einem Nachmittag im Februar spontan gebucht worden. Wenig später wurde eines davon wieder storniert. Und nun hatte ich die Wahl. Die Wahl zwischen ebenfalls zu Hause bleiben und alleine reisen. Nach einigem hin- und her habe ich mich für letzteres entscheiden. Leicht gefallen ist mir das nicht. Obwohl der Trip nach New York schon seit 20 Jahren ein Traum von mir ist. Ich fand viele Gründe, die gegen das Alleinreisen sprechen. Letztendlich habe ich es der Ermutigung von Freunden und deren hilfreichen Tipps zu verdanken, dass ich mich auf den Weg mache. Unter anderem bekam ich einen Hinweis auf schönes und bezahlbares Privatzimmer in guter Lage, direkt am Central Park bei einer Kölnerin, die seit 10 Jahren in New York lebt. Mit der Entscheidung für das Zimmer kam das Gefühl der Sicherheit. Ich habe eine Anlaufstelle. Eine Adresse in Manhattan, ein eigenes Zimmer mit Küchen- und Wohnzimmermitbenutzung. Home away from home.

In wenigen Tage geht es los. Inzwischen fühle ich mich gut vorbereitet. Sogar einen Facebook-Freund habe ich jetzt in New York. Visum und Kreditkarte liegen bereit. Der gültige Reisepass auch. Ich habe allerhand Informationen gesammelt, Reiseführer gelesen, Wissenswertes aus dem Internet ausgedruckt und mir eine „Maybe-Do-List“ zusammengestellt. Es sind viel mehr Punkte darauf notiert als in fünf Tagen „abzuhaken“ wären, soviel steht fest. Das ist allerdings auch gar nicht mein Ziel. Ich habe mir vorgenommen, mich täglich spontan zu entscheiden, je nach Lust, Laune, Energie und Wetterlage. Ich nehme mir nichts 100% fest vor – nicht einmal den Blick vom Empire State Building. Erst einmal will ich ankommen, am Flughafen, dann in meinem Zuhause auf Zeit. Wenn ich dort meinen Koffer abstelle, werde ich schon einiges von der Stadt gesehen haben. Alles weitere lasse ich auf mich zukommen.

Meine persönlichen NYC-Reiseführer: Links ein schmaler Band aus dem Jahr 1992 als ich zum ersten Mal die Idee hatte. In der Mitte ein „Max City Guide“ von 1997 als ich immer noch die Idee hatte. Unten: „Aus der Reihe Interessante Ausflugsziele heute: New York“ aus dem Jahr 1999 – kürzlich freundlicherweise überreicht durch die Autorin Verena Lettmayer. Und last but not least die Neuerwerbung: „New York Low Budget“ (2011), ein handliches Büchlein, das tatsächlich sehr viele sehr wertvolle Tipps enthält wie man mit wenig Geld viel erleben kann.

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11 Kommentare

Eingeordnet unter Reisen

11 Antworten zu “Ich war noch niemals in New York (1)

  1. super. herzlichen glückwunsch! und ein kleines bisschen neid aus berlin…

  2. gute reise und viel spass! 8)

  3. Wow, Anke. Wie ungeheuer aufregend! Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Mut und diesem Entschluss! Und freue mich mit Dir.

  4. Oh phantastisch – dann bin ich mal gespannt, was Du „mitbringst“ – auf jeden Fall gute Reise wünsch ich Dir:)

  5. Vielen Dank für eure guten Wünsche! Das Herzklopfen nimmt allmählich zu.

  6. Dagmar

    Ooooooh, wie ich dich beneide. I call so manche American city my home, aber in New York war ich auch noch nie. Zum Thema Alleinreisen: Ich liebe es!!!! Und du wirst es auch lieben. Wart’s mal ab. Die Reiseeindrücke kriege ich ja dann hinterher frisch serviert. Hab’s schön!!

  7. Egg

    Für Deinen NY-Trip wünsche ich Dir viel Spaß. NY kann auch alleine sehr schön sein. Mein Lieblingsplatz in Manhattan und sicher ein guter Tipp für Deine „Maybe-Do-List“: Bryant-Park! Zwischen Times Square und Grand Central in mitten des größten Gewimmels kann man hier einen tollen Blick von unten auf Empire-State- und Crysler-Building genießen. Ich bin oft gerne alleine in den Bryant-Park gegangen: Einfach Becher Kaffee beim Straßenverkäufer holen (meist sehr lecker…der Kaffee) oder im Deli Sandwich oder was sonst beliebt, und dann vom Bryant-Park aus das Treiben beobachten und die Geräuschkulisse belauschen.

    Ausgehen: Im „Time out“ Magazin findest Du ähnlich wie in „Tip/Zitty“ die Ausgehtipps. Schon oft habe ich da Konzerte von New Yorker Musiker gefunden, die dann z.B. tagsüber in einem Kaufhaus (Andy Bey) oder abends in einer Schulturnhalle (Roberta Flack) auftreten.
    Die Jazzclubs sind natürlich auch zu empfehlen, allerdings auch manchmal etwas zu touristisch:
    http://www.villagevanguard.com/html/home.html
    http://www.iridiumjazzclub.com/
    http://www.birdlandjazz.com/
    http://www.bluenotejazz.com/newyork/
    http://www.oakroomny.com/

  8. Danke, Egg :-) Der Bryant-Park-Tipp ist genau nach meinem Geschmack. Ich wünschte, ich würde genau jetzt schon dort sitzen und kaffeetrinkend die Stadt belauschen.
    Oh weh, oh weh, wenn ich bloß nicht so ungern fliegen würde, nach 2001 kann ich kein Flugzeug mehr betreten ohne diese Bilder im Kopf – und dann auch noch nach New York… Ich weiß, es ist irrational… Einatmen, ausatmen, gaaaaaanz ruhig…
    @Dagmar: So eine Hand, die ich im Flieger drücken könnte, fehlt schon. Der Pulsschlag wird stündlich schneller…

  9. Ach Du Glückliche. NYC alleine steht auch auf meiner To-do-Liste. Genieß die Zeit … ich freue mich auf die Blogs danach …

  10. Manchmal ist schwer entscheiden allein zu reisen! Aber es kann auch sehr interessant sein! Ich werde alle deine NZ Erfahrungen lesen!
    robert
    PS: mein Deutsch ist sehr primitiv, dein Blog zu lesen ist eine gute Übung :-)

  11. Vielen Dank, Robert, das freut mich sehr.

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